Digiscouts im Rahmen der Fachkräfteallianz Hannover


Die Projektidee: Warum nicht das Interesse der Jugendlichen an Digitalisierung nutzen, um die duale Ausbildung im Betrieb attraktiver zu gestalten und zugleich für das Unternehmen Nutzen gewinnen?

Jeweils mindestens zwei Auszubildende in einem Unternehmen finden im Rahmen eines Auszubildendenprojekts heraus, wo im Betrieb Potenzial für Digitalisierung steckt. Dafür nutzen sie das RKW-Tool DiScover, das klar auf den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens ausgerichtet ist. Die beste Idee setzen die Azubis mit dem Okay der Geschäftsführung in drei bis sechs Monaten um. Sie erweitern ihre digitalen Kompetenzen, arbeiten auf einer digitalen Plattform zusammen, erweitern ihr Wissen mit E-Learning und sammeln Erfahrungen im Projektmanagement.

Das Digiscout-Projekt umfasst zehn Schritte:



1.-2. Projektvorstellung und Akquise:
Zunächst stellen wir das Projekt interessierten Unternehmen gemeinsam mit unseren regionalen Partnern vor und beantworten Ihre Fragen. Finden sich wenigsten fünf Betriebe, die mitmachen wollen, laden wir zum 

3. Auftaktworkshop:
für die beteiligten Auszubildenden und Ausbildungsverantwortlichen. Er dient dem gegenseitigen Kennenlernen. Dort lernen sie das RKW-Tool DiScover kennen, mit dem die Auszubildenden strukturiert nach sinnvollen Digitalisierungspotenzialen in ihrem Ausbildungsbetrieb suchen können. Das DiScover orientiert sich am Digitalisierungs-Cockpit des RKW. Zugleich erfahren Auszubildende und Ausbildungsverantwortliche, wie sie auf den digitalen Projekt-Plattformen lernen und sich austauschen können. Die RKW-Betreuer stellen sich vor und es werden erste Absprachen getroffen über den Ablauf und Zeitrahmen. Dann kann es losgehen und durch die Auszubildenden wird das

4. Digitalisierungspotenzial ermittet:
Die Geschäftsführung startet die Analysephase im Betrieb. Wenn alle Beschäftigten wissen, dass sie dahinter steht, erleichtert es den Auszubildenden die Arbeit.

Mit dem DiScover werden die Auszubildenden im Betrieb aktiv. Fragen, beispielsweise zu Datenschutz und Datensicherheit, können sie über die digitale Lernplattform in einem Qualifizierungsbaustein klären. Sie haben etwa vier Wochen Zeit, alle Bereiche des Unternehmens zu durchleuchten und Ihnen die Ergebnisse ihrer Analyse vorzustellen. Sie können dann den Bereich auswählen, in dem das Unternehmen am ehesten vom Heben des Digitalisierungspotenzial profitieren würde. Dazu entwickeln die Auszubildenden dann den

5. Projektvorschlag:
Was sie dabei berücksichtigen sollten, können sie in einer Checkliste sehen, die Teil des Qualifizierungsbausteins zum Projektmanagement ist. Die RKW-Betreuer prüfen, ob das Projekt mit überschaubarem Aufwand sinnvoll umsetzbar ist. Sie berücksichtigen dabei die „normalen“ Anforderungen an die Auszubildenden in Schule und Betrieb. Die Ausbildungsverantwortlichen sind jederzeit eingebunden und auf dem aktuellen Stand. Die Geschäftsführung gibt jetzt das

6. "GO" für die Projektumsetzung:
Das umfasst einmal, dass den Auszubildenden die nötige Zeit eingeräumt wird, dass vielleicht weitere Mitarbeitende aus dem Unternehmen in das Projektteam entsandt werden und eventuell auch weitere Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Wichtig ist auch, dass die Geschäftsführung erneut allen Mitarbeitenden vermittelt, dass in diesem Projekt die Auszubildenden die Projektleitung haben und die Wissensträger sind. Anschließend beginnt die Phase

7. Umsetzung und Coaching:
Die Auszubildenden sind dann in der Pflicht, ihr Projekt zügig nach ihrem Plan umzusetzen. Bei Fragen stehen ihnen die RKW-Betreuer zu Seite, auch die Qualifizierungsbausteine können hilfreich sein. Beides können sie dank der digitalen Plattformen mobil und jederzeit "befragen", aber auch telefonisch oder vor Ort im Betrieb ist die Betreuung möglich. Die RKW-Betreuer und sicher auch die Ausbildungsverantwortlichen werden darauf achten, dass die Auszubildenden zielgerichtet arbeiten und ihnen helfen, bevor sie scheitern.

Sowohl die Auszubildenden in der Region Hannover als auch die Ausbildungsverantwortlichen können sich untereinander austauschen. Auf der Collaboration-Plattform, aber auch mit gegenseitigen Besuchen können sie Erfolge und Hürden teilen und voneinander lernen. Nach der Anlaysephase treffen sich alle zum 

8. Erfahrungsaustauschworkshop:
Im Rahmen des Workshops stellen sich die einzelnen Digiscoutteams gegenseitig die unternehmensinternen Projekte vor. Hierbei werden die gemachten Erfahrungen (positive wie auch negative) ausgetauscht. Die einzelnen Teams erhalten durch die anderen Auszubildenden und die weiteren Teilnehmenden ein wertvolles Feedback zu Ihren jewiligen Projekten. Nach Abschluss der betriebsinternen Projekte folgt die

9. Evaluation:
Gemeinsam schauen wir darauf, was das Projekt dem Betrieb gebracht hat: Wirtschaftlich, an neuem Wissen und Erfahrungen. Welche Kompetenzen haben die Auszubildenden erworben oder ausgebaut? Welche Veränderungen in der Zusammenarbeit haben sich ergeben? Und wie soll es mit der Digitalisierung in dem Unternehmen weiter gehen? 

10. Abschlussveranstaltung:
Wenn alle Projekte in einer Region abgeschlossen sind, werden sie in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt. Alle Beteiligten erhalten Teilnahmeurkunden, die den Auszubildenden beispielsweise bescheinigen, welche Qualifizierungsbausteine sie bearbeitet haben. Unter allen Auszubildendenprojekten wird es einen Wettbewerb geben und die besten werden noch einmal besonders ausgezeichnet.

Ihr Ansprechpartner für Fragen:
Ernst Grund
E-Mail: grund@rkw-nord.de
Telefon: 0511 33803-27

Weitere Informationen finden Sie in der angehängten Kurzpräsentation und auf der Projektwebsite der Digiscouts:


 Kurzpräsentation Digiscouts Hannover.pdf (1875 KBytes)

Website Digiscouts:

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