"Kolloborative Team- und Projektarbeit" (CollaboTeam)


Veranstaltung "Kollaborative Team- und Projektarbeit in mittelständischen Unternehmen - Chancen und Perspektiven" am 20. Juni 2018

In mittelständischen Unternehmen kann kollaborative Team- und Projektarbeit zu einem relevanten Wettbewerbsvorteil werden


Am 20. Juni 2018 wurden im Rahmen einer Dialogveranstaltung des Verbundprojektes CollaboTeam Potenziale, Nutzen und Herausforderung für den Einsatz kollaborativer Teamarbeit in KMU vorgestellt und mit den TeilnehmerInnen diskutiert.

Den Auftakt der Veranstaltung bildete eine Unternehmensführung durch die Räume der GIS Gesellschaft für InformationsSysteme AG in Hannover. Im Fokus standen dabei die moderne und auf flexibles Arbeiten ausgerichtete Raumgestaltung und die Erfahrungen mit kollaborativem Arbeiten. Im Rahmen einer Präsentation wurde zudem ein aktuelles Digitalisierungsprojekt der GIS vorgestellt und der umfangreiche Changeprozess bei der Einführung einer neuen Kommunikationssoftware beleuchtet.  

Im Anschluss an den praxisorientierten Einstieg in das Thema kollaborative Teamarbeit durch die Gastgeber präsentierte Dr. Gerd Paul (SOFI) die Ergebnisse einer Befragung von 100 KMU zur Nutzung kollaborativer Software. (Eine ausführliche Auswertung ist inzwischen veröffentlicht) Insgesamt wurde deutlich, dass die Vorteile und Entlastungseffekte, die durch den Softwareeinsatz realisiert werden können, die Schwierigkeiten bei der Einführung und Nutzung der Anwendungen überwiegen. Allerdings werde auf drei Ebenen ein Handlungsbedarf deutlich: Im Hinblick auf die Beteiligung der Mitarbeiter beim Auswahlprozess der Anwendungen besteht Nachholbedarf – noch zu selten werden MitarbeiterInnen tatsächlich in die Veränderungsprozesse eingebunden. Verbesserungspotenzial liegt weiterhin im Bereich der Qualifizierung der MitarbeiterInnen, damit diese den Veränderungen der Arbeit durch den Einsatz der Software gewachsen sind. Zudem erfordert die Vielfalt, der in den Unternehmen verwendeten Software, die Entwicklung von Regelnfür den Umgang, um die kollaborativen Potenziale ausschöpfen zu können und Fehlbeanspruchungen entgegen zu wirken.

Dass Kollaboration eine besondere Form der Zusammenarbeit ist, die sich von anderen Formen wie etwa Kommunikation, Koordination oder Kooperation hinausgeht, zeigte Dr. Thomas Hardwig (Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften) in seinem Vortrag auf.

Die besonderen Potenziale bei der kollaborativen Team- und Projektarbeit, so Hardwig, bestehen in der durch die Anwendungen möglichen Intensivierung und zeitlichen Ausdehnung sowiein der gesteigerten Häufigkeit kollaborativer Phasen. Auf diese Weise kann im Unternehmen vorhandenes Wissen besser genutzt und transparent gemacht werden. Als besonderer Nutzen ist zudem die Förderung von Kreativität und Innovation durch die Vernetzung vielfältiger Partner herauszustellen.

In der Diskussion mit den Teilnehmenden wurden vielfältige Beispiele für den Nutzen aber auch die Schwierigkeiten bei kollaborativer Teamarbeit deutlich. Als zentral stellte sich die geteilte Auffassung heraus, dass Software lediglich als Werkzeug verstanden werden kann, welches durch die Berücksichtigung des soziotechnischen Systems einer Organisation in den Arbeitsprozess eingeführt werden muss.

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link:


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